Ziegensittich

Meine Erfahrung mit Ziegensittichen.


 
Gelber Ziegensittich

Die Heimat der Ziegensittichen ist Neuseeland, und auf mehren kleinen Insel in diesem Gebiet,
Neuseeland


es gibt mehrere Rassen. Das nördliche Vorkommen ist auf Neukaledonien und den Loyalty Inseln.

Der Neukaledonien-Ziegensittich (Cyanoramphus n. Saisseti), sein Gefieder ist deutlich heller und gelber als die der anderen Unterarten. Der Macpuarie-Ziegensittich, Verbreitung: Antipoden-Insel


Beschreibung: Wie novaezelandiae, aber mit blasserem und mehr gelblicherem Gefieder, das Blau der Schwingen blasser und mit Grün verwaschen. Der Norfolk Ziegensittich ist in der Farbe wie vorher beschrieben, dazu geben es noch die Rassen Lord Howe Ziegensittich, Neukaledonien Ziegensittich, und der Antipoden Ziegensittich. Die Ziegensittiche die hier in Europa gezüchtet werden, wird wohl ein Gemischt aus all diesen Arten sein, denn reinerbige Zuchtpaare (wildfarbige )sind recht selten. Die Farben, die bei den Züchtern gezüchtet werden, sind, Gelbe, Zimter und Schecken, Wildfarbige sind meistens nicht reinerbig, haben meistens helle Zehen, ein sicheres Zeichen, dass die ElternSchecken oder Gelbe waren.

Unterbringung:Auch wenn die Vögel als sehr hart zu bezeichnen sind, sollte man im Winter unbedingt für eine trockene, zugfreie Unterkunft sorgen. Kälte schadet nicht. Meine Vögel leben das ganze Jahr in einem großen Schutzraum der zugleich auch Zuchtraum ist.

Die Badegefäße werden auch im Winter oft benutzt, am liebsten wenn die Sonne scheint. Nie führte das Baden bei Frost zu Krankheiten oder Zehenerfierungen. Im Sommer baden die Tiere natürlich häufiger. Die Gefäße sollten groß genug sein und das Wasser mehrfach erneuert werden, weil das Wasser doch sehr verschmutzt wird, das unsaubere Wasser wird leider auch getrunken.

Die meiste Zeit halten sich die Tiere auf dem Erdboden auf, Naturböden werden völlig umgewühlt.

Wobei mit beiden Füßenabwechselnd nach Hühnerart gescharrt wird.

Ernährung: Samenmischung aus Hirse, Glanz, Hafer, wenig Sonnenblumenkerne und Hanf, viel Obst (Äpfel) Grünzeug, insbesondere Löwenzahn, Vogelmiere und Kreuzkraut. Für die Aufzucht

nehme ich auch MatzingerHundeflockenohne Fleisch mit einem 40%tigen Eifutter beigemischt und leicht angefeuchtet.

Die Reste des Futters müssen jeden Tag entfernt werden (Das Futter wird leicht schimmelig)

Nistgelegenheit:Eswird so ziemlich jeder halbwegs geeigneter Kasten angenommen, oder ein Naturstamm mit einem Durchmesser innen von 18 bis 24 cm, bei 45 bis 55 cm Höhe, das Einflug-loch sollte 6 bis 7cm Durchmesser haben, auch rechteckige Kästen sind genau so geeignet.

Ziegensittiche sind vorbildliche Eltern. Sie füttern Ihre Jungen mit großem Eifer und Fleiß.

Acht Nachkommen in einer Brut sind keine Seltenheit und trotz der gewaltigen Alters- und Größenunterschiede werden in der Regel alle flügge. Das Jüngste schlüpft ja in diesem Fall erst, wenn drei oder vier der Geschwister schon acht bis zehn Tage alt sind.

Auch als Ammen werden sie hin und wieder gebraucht. Es ist bekannt, dass untergelegte Junge anderer Sitticharten bereitwillig in die Nestgemeinschaft aufgenommen und gleichberechtigt gefüttert werden.

Nestkontrollen werden nie verübelt und sind dringend erforderlich, wenn Junge im Kasten liegen. Die Ausscheidungen der Jungen sind manchmal sehr dünnflüssig, in diesem Fällen ist es erforderlich täglich etwas Sägemehl in die Nestmulde zustreuen, oder sie zu reinigen.

Das kommt hauptsächlich im Alter von zwei bis vier Wochen vor und hängt mit davon ab, op die Eltern vorwiegend mit Grünzeug und Weichfutter füttern. Erst im Alter von etwa sechs Wochen verlassen die Jungtiere den Nestkasten. In Färbung und Gefieder unterscheiden sie sich nach kurzer Zeit kaum von ihren Eltern. Nur der Schnabel ist in den ersten Wochen noch Hornfarben, bald wird er dann aber glänzend weiß, während die Schnabelspitze schwarz färbt. Die Geschlechter sind sofort deutlich zu unterscheiden: Die Hähne haben einen wuchtigeren Kopf und einen wesentlichen größeren Schnabel als die Weibchen. Diese Merkmale sind so ausgeprägt, dass Irrtümer nach einiger Übung fast ausgeschlossen sind.

Zu den angenehmen Eigenschaften des Ziegensittichs gehören neben der schon erwähnten Zutraulichkeit und Lebhaftigkeit auch Verträglichkeit und Umweltfreundlichkeit da sie nur wenig Lärm macht, alle Lautäußerungen sind gedämpft und angenehm anzuhören. Seinem Meckern verdankt er seinem Namen. Lautere Warnrufe ertönen selten, nur dann wenn Hunde oder Katzen ins Blickfeld kommen.

Ich halte Ziegen- Spring- und Singsittiche in einer Voliere, lasse sie aber nicht gemeinsam Brüten, dieses würde zu Streitigkeiten führen. Die Zuchtpaare brüten in Zuchtbuchsen von 1,25 m Länge.

Zucht:Ziegensittiche zählen zu den willigsten Brutvögel in Gefangenschaft und sind mit 4 Monaten

zuchtfähig. Man sollte sie aber nicht im ersten Lebensjahr brüten lassen, weil die Tiere erst im zweiten Jahr ausgewachsen sind. Brutbeginn ist das ganze Jahr möglich, Winterbruten vermeiden.

Jeder muß also unter den bei ihm gegebenen Verhältnissen wohl oder übel eigene Erfahrung sammeln, und alle müssen hin wieder Lehrgeld zahlen. Deshalb können meine hier nieder-geschriebenen Beobachtungen nicht mehr als ein Leitfaden für alle sein, die sich diese interessanten Vögel anschaffen wollen. Züchter die diese Vögel schon besitzen und neue Anregungen geben wollen, können sich per E-Mail: Heinz-Ferdi.Lier@web.de bei mir melden, das würde mich freuen.

 

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